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Anleitung: dezente 3D-Applikation

Hallo ihr Glücksmenschen 🙂

habt ihr Lust eure Shirts ein bisschen aufzupimpen?

Ich zeige euch wie ihr dezente 3D-Schriftzüge auf eure T-Shirts bekommt. Es dauert zwar schon ein kleines bisschen länger, als „normale“ Applikationen, sieht dafür aber auch cooler aus  😎

Material

  • T-Shirt
  • Moosgummi
  • kleiner Stoffrest (am besten heller Stoff)
  • ausgedruckter Schriftzug (Pinterest bietet viel Inspiration)
  • kleine (Nagel)Schere

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  • Als erstes muss der ausgedruckte Schriftzug (oder ein anderes Motiv) fein ausgeschnitten werden.

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  • Der ausgeschnittene Schriftzug wird dann auf das Moosgummi übertragen, indem mit einem feinen Stift einfach drum herum gezeichnet wird. Dann auch das Moosgummi ausgeschnitten. Dazu am Besten eine Nagelschere benutzen.

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  • Jetzt den weißen Stoff nehmen und großzügig auf die Schrift zuschneiden. Eventuell können die Stoffstücke jetzt versäubert werden. Den Schriftzug auf die andere Seite des weißen Stoffes SPIEGELVERKEHRT übertragen. Das Moosgummi sollte dann gut auf dem weißen Stoffstück festgesteckt (oder vielleicht sogar geklebt) werden. Wenn man den weißen Stoff ins Licht hält erkennt man die aufgezeichneten Linien und kann das Moosgummi gut ausrichten. Auf der einen Seite des weißen Stoffstücks muss dann also das Moosgummi sein, und auf der anderen Seite der SPIEGELVERKEHRT  aufgezeichnete Schriftzug.

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  • Das T-Shirt wird jetzt auf links gewendet. Auf die linke Vorderseite des Shirts wird jetzt dieses „Päckchen“ aus Moosgummi und weißen Stoff mit dem Moosgummi nach unten mittig aufgelegt und gut festgesteckt (jedoch nur durch die vordere T-Shirt-Lage!). Der Schriftzug muss also spiegelverkehrt zu lesen sein (siehe Bild oben).

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  • Wenn man das T-Shirt wieder umdreht ist es am Einfachsten die Applikation nun an der T-Shirt-Vorderseite festzunähen. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Rückseite des Shirts nicht aus Versehen festgenäht wird. Wenn das Moosgummi nicht verrutscht ist, muss man einfach auf den Linien nähen. Man spürt aber ganz gut, wie das Moosgummi liegt. Ein Reißverschluss- oder Kantennähfuß eignet sich dafür sehr gut. Die „Löcher“ in den Buchstaben müssen jetzt aber noch nicht abgesteppt werden. Auch darauf achten, dass der T-Shirt-Stoff nicht in Falten liegt!

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  • Jetzt wird das Ganze gewendet und noch einmal von der Außenseite festgenäht. Dabei muss auch nicht exakt auf der vorherigen Naht genäht werden, das ergibt dann einen ganz coolen Look. Jetzt müssen auch die „Löcher“ in den Buchstaben abgesteppt werden. Wo die sind, kann man ganz gut erfühlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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  • Auf der Innenseite des Shirts kann der weiße Stoff jetzt zurück geschnitten werden. Entweder, wenn man sich keinen Sorgen wegen Ausfransen macht,  ganz knapp bis zu den Buchstaben hin, oder etwas großzügiger mit der Overlock.

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  • Und schon ist die dreidimensionale Schrift auf dem Shirt fertig 🙂

 

Ich hoffe eure Mühe hat sich gelohnt und ihr konntet eurer Shirt jetzt ein bisschen aufwerten.

Die Technik macht sich bestimmt auch auf Taschen ganz gut, oder wenn man statt einem Schriftzug Motive, wie zum Beispiel Blumen nimmt…

Wenn ihr noch mehr Ideen braucht, was man mit Moosgummi so alles nähen kann, schaut mal hier vorbei 🙂

Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Tag,

eure Glücksnäherin

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