Nähen

Hundeshirt und Jogginghose

Was mir immer noch am meisten Spaß macht, ist für andere zu nähen. Vor allem wenn sie sich dann darüber freuen. Und am Besten so sehr wie mein kleiner Bruder, dann bin ich zufrieden 🙂 Die Teile sind schon etwas älter, die Jogginghose hab ich ihm letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt, und das T-Shirt zum Geburtstag (Ok, ungefähr zwei Monate nach seinem Geburtstag,… ups). Und die Hose war auch schon ganz schön in Gebrauch. Wie sich das für ’ne richtige Jungshose gehört, ist im einen Knie schon fast ein Loch drin, dabei hab ich extra lange Bündchen angenäht, damit die Hose schön mitmachst, aber bevor sie zu klein ist ist sie wohl eher kaputt 😉 aber was soll’s, sie ist mit Liebe getragen und mit Liebe genäht 🙂

Genäht hab ich es aus normalem, mitteldicken, dunkelblauen Sweatstoff und hellblauem Bündchen. Weil es jetzt doch schon ein Weilchen her ist, weiß ich nicht mehr welches Schnittmuster ich genau verwendet habe. Es war aber aus dem Internet und kostenlos, aber hier oder hier habe ich ein scheinbar gutes gefunden, das so ähnlich sein sollte. Weil mein Schnittmuster jedoch keine Taschen hatte, musste ich mir etwas überlegen. Ich hatte keine Lust aufgesetzte Taschen zu nähen, weil die gerade mit Sweatstoff nur verstärkt einigermaßen gut aussehen. Weil an der Außenseite der Hose aber auch keine Naht war konnte ich auch keine Nahttaschen einnähen. Also habe ich Nahttaschen ohne Naht genäht 🙂 Im Nachhinein eigentlich gar nichts spektakuläres, aber ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Vielleicht kann man sich vorstellen, was ich gemacht habe, wenn ich sage, ich habe eine Reißverschlusstasche genäht, ohne Reißverschluss, oder eine Paspeltasche ohne Paspel 🙂 .

Und dann gab’s eben auch noch ein T-Shirt dazu. Den Stoff habe ich im Nähladen gesehen und wusste, das wird was für meinen Bruder. Ist der nicht voll cool? 😉 Und geworden ist er dann das aller erste Poloshirt, dass ich je genäht habe. Und ich dachte echt, das sei komplizierter. Der Kragen und die Knopfleiste haben mich ein kleines Bisschen abgeschreckt, aber dank der guten Anleitung war es eigentlich gar kein Problem. Verwendet habe ich nämlich das Schnittmuster aus diesem Nähbuch, mit dem man echt supersüße Kinderkleidung nähen kann. Habe ich schon gesagt, dass ich es liebe Kinderkleidung zu nähen? Einfach weil das weniger Stoff braucht und so knuffig aussieht 🙂

 

Den Kragen habe ich ziemlich stark verstärkt. Der schwarze Stoff den ich für ihn verwendet habe, war sowieso schon relativ dick, und so wurde der Kragen, mit noch einer Schicht Vlieseline eben sehr steif. Sollte ich das noch mal nähen, würde ich ihn auf jeden Fall dünner nähen. Weil er dann aber doch etwas fester war, habe ich die Faltkante noch einmal mit einem Geradstich abgesteppt, so klappt sie einfach nicht immer wieder hoch. Die Knopfleiste habe ich, wie man sehen kann, mit Kamsnaps verschlossen. Denn mit meiner Nähmaschine kann ich keine Knopflöcher nähen. Die ist nämlich schon ziemlich alt, und falls es mal ein Knopflochnähfuß gab, ist der jedenfalls schon lange verschwunden. Und ohne wird das ganz unschön! Da verwende ich doch lieber Kamsnaps, die auch noch viel schneller angebracht sind. Was ich aber wirklich nicht optimal gemacht habe sind die weißen Nähte, die man besonders am Kragen innen sieht. Aber ich hatte einfach grad keinen schwarzen Overlockfaden da, und das T-Shirt musste dringend fertig werden… Aber wenn man nicht grad zur Seite reinguckt, sieht man das ja eh nicht 😉

So gut der Schnitt dann aber auch war, irgendwie war der Kragen dann zu kurz und der Halsausschnitt zu weit. und weil ich einfach keine Ahnung hatte, wie ich es sonst hätte lösen können, habe ich hinten einfach eine Falte eingenäht. Aber für den, der das nicht weiß, für den gehört es so 🙂 Und sieht jetzt doch auch nicht so schlimm aus, oder?

Und hier noch ein Bild, das ich einfach lustig finde 😉

Danke, lieber Bruder, dass ich die Bilder von dir machen durfte, hab dich lieb 🙂

Hoffe euch gefallen die beiden Teile,

alles Liebe,

eure Glücksnäherin

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