Nähen

Parka 2.0 und schicke Jogginghose

Wie versprochen, zeige ich euch auch noch den zweiten Wind-und-Wetter-Parka den ich genäht habe. Und weil das noch nicht genug wäre, auch noch eine neue Lieblingshose. Weil ich ja nicht zwei Parkas tragen kann, jedenfalls nicht gleichzeitig, habe ich den anderen für meine Schwester genäht. Und er ist komplett anders geworden als meiner (hier könnt ihr meinen nochmal sehen). Ist aber auch kein Wunder, denn ich habe auch komplett andere Stoffe verwendet 😉 . Der Außenstoff ist ein leichter grauer Jeansstoff und der Innenstoff ein gemusterter Baumwollstoff. Also insgesamt alles viel leichter und luftiger. Was mir aber auch sehr gut gefällt. Da sieht man, wie wandelbar das Schnittmuster doch ist, noch ein Pluspunkt!

Obwohl ich den Parka erst nach meinem eigenen genäht hatte, und also schon etwas Erfahrung mit dem Schnittmuster hatte, gab’s doch ein paar Problemchen. Zum Beispiel hab ich nicht richtig mitgedacht, als ich die Blende des Reißverschlusses zugeschnitten habe. Und dann war sie plötzlich fünf Zentimeter zu kurz, weil ich sie auf die Länge des Reißverschlusses gekürzt habe, ups. Aber jetzt gehört das halt so ;). Was ich bei dem dünnen Stoff nicht so gut hinbekommen habe, wie bei meiner dickeren Jacke, war das Ärmeleinnähen. Obwohl ich die Ärmelnaht noch einmal aufgetrennt habe, weil es einfach zu viele eingenähte Falten gab, wollten sie auch bei dem zweiten Versuch nicht alle weichen. Aber das sieht man nur, wenn man wirklich ganz genau hinguckt, und irgendwie muss man ja erkennen, dass es selbst genäht ist 🙂

Sonst habe ich eigentlich alles gleich gemacht, wie bei meinem Parka auch. Die gleichen aufgesetzten Faltentaschen, wieder ein Reißverschlussbeleg mit Cam-Snaps (wurden lila, weil keine anderen mehr da waren), und auch ein Tunnelzug in der Kapuze und Schlitz hinten. Mir gefällt’s, der Benähten auch, was will man mehr?

Ach ja, am Besten noch eine Hose dazu! Damit diene ich doch gerne 😉 Die Idee von einer Jogginghose, nur in chic, existierte schon lange im Kopf meiner Schwester (Oh Gott das hört sich komisch an), dauerte aber ein kleines Bisschen länger, in meiner Umsetzung. Erst einmal, weil der passende Stoff fehlte. Und das war sehr lustig. Denn eigentlich sollte der gekaufte Stoff ein kuscheliger Kimono für den Winter werden. Doch dann, bereits gekauft, stellte sich erst einmal heraus, dass der Stoff gar nicht kuschelig war. Und ebenso, dass er eigentlich ganz schön dünn für eine Winterjacke war. Als wäre das noch nicht genug, hatte er plötzlich auch noch ein Muster, das gar nicht den ganzen Stoff überzog, sondern sich mit schwarzen Streifen abwechselte, was meiner Meinung überhaupt nicht hätte sein müssen :/ . Ich habe keine Ahnung, warum wir den Stoff gekauft haben, denn jedenfalls für eine Kimono war er absolut ungeeignet (übrigens war es dafür sogar einfach zu wenig Stoff), also wurde überlegt, was stattdessen daraus werden sollte. Wie gesagt, die Idee der Jogginghose existierte bereits, und war dann sofort zur Stelle. Ein Schnittmuster war auch schnell gefunden, nämlich die Sweatpants „Jenna“ von pattydoo. Und der Stoff wurde blitzschnell passend gemacht, indem ich ihn einfach umgedreht habe. Die Hose wird nun also auf links getragen. Einfach, weil die linke Seite des Stoffes schöner aussieht. Warum auch nicht? Zum Waschen ist es jedoch ratsam, die Hose auf links zu drehen, also auf rechts 🙂 , damit der Stoff nicht so schnell bobbelig wird, wenn ihr versteht was ich meine…

Ich habe mich ehrlich gesagt nicht 100%ig an das Schnittmuster gehalten. Ich habe die Falten am Bund nämlich tiefer genäht als eigentlich vorgesehen. Ich finde, wenn sie so klein sind, fallen sie so wenig auf, außerdem bin ich der Meinung, so fällt die Hose noch etwas schöner, falls man da überhaupt von einem Stofffall reden kann. Ich frage mich gerade, ob es das Wort „Stofffall“ gibt… Logisch wäre es auf jeden Fall 😉

Was ich auch anders gemacht habe, ist das Beinbündchen. Es existiert nämlich nicht. Die Hose sollte ja etwas chicer werden, um sich mit ihr auch raus zu trauen. Nicht, dass man sich nicht auch mit einer normalen Jogginghose raus trauen könnte, aber zu manchen Gelegenheiten, ist es einfach nicht das Beste in einer Jogginghose aufzukreuzen…Also hab ich das Bündchen einfach weggelassen und die Hosenbeine etwas länger zugeschnitten. Und so hochgekrempelt finde ich es schon ganz chic, oder?

Ich kann übrigens schon verraten, dass es nicht die letzte Jenna sein wird, eine zweite (und auch schon wieder mit ganz anderer Wirkung) ist nämlich schon entstanden, die dieser hier schon echt Konkurrenz macht. Also seid gespannt 🙂

Ich hoffe euch gefallen die beiden Teile,

und wünsche euch einen noch wunderschönen Tag 😉

eure Glücksnäherin

 

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