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Wenn das Leben ein Spiel wäre

Was wäre, wenn das Leben ein Spiel wäre?

Ich glaube, dann würde es mehr Spaß machen.

Ich habe mir heute vorgestellt wie es wäre, wenn mein Leben ein großes Spiel wäre. Und die Vorstellung hat mir sehr gut gefallen. Irgendwie nimmt diese Vorstellung sehr viel Schwere und schenkt Leichtigkeit und auch ein bisschen Lebensfreude und Motivation. Vielleicht würden wir, wenn wir das Leben als Spiel betrachten, uns mehr Dinge trauen, mehr ausprobieren. Vielleicht hätten wir weniger Angst zu versagen, und würden Aufgaben nicht mehr beängstigend finden, sondern voller Herausforderungen und neuem Weiterkommen und Wachstum. Und wir würden uns überlegen, warum wir überhaupt spielen. Wofür wir spielen. Und vor allem, was unsere Spielregeln sind.

So sähe meine Spielanleitung, für mein Lebensspiel aus:

1. Spielziel

Das Ziel des Spiels darf jede Spielfigur für sich selbst festlegen und dieses im Laufe des Spiels auch beliebig oft verändern. Erfahrungsgemäß ist es jedoch von Vorteil nicht zu spät ein Spielziel festzulegen, und dieses nicht zu oft zu wechseln, da es sonst zu Schwierigkeiten kommen kann, das Ziel zu erreichen. Beliebte Spielziele sind zum Beispiel „auf ein Glückliches Leben zurückblicken“ , „nichts bedauern müssen, nicht getan zu haben“, oder „etwas positives in der Welt hinterlassen haben“.

2. Spielgrundsätze

Hat man sich auf ein Ziel festgelegt, werden ebenfalls Spielgrundsätze zusammengetragen. Die genaue Anzahl ist dabei egal, jedoch müssen es mindestes fünf sein. Diese helfen dem Spieler dabei, sein Spielziel nicht aus den Augen zu verlieren. Spielgrundsätze müssen in jedem Spielzug des Spielers beachten werden. Wird ein Grundsatz einmal nicht beachtet, verliert der Spieler pro nicht beachteten Grundsatz 3 Punkte. Pro beachteten Grundsatz gewinnt der Spieler 3 Punkte. Für das Spielziel „etwas positives in der Welt hinterlassen haben“ könnten beispielsweise folgende Spielgrundsätze festgelegt werden:

  • ich handle aus Liebe, nicht aus Angst
  • mir ist immaterieller Reichtum wichtiger als materieller Reichtum
  • ich schenke anderen Menschen bedingungslos meine Liebe
  • ich tue das, was ich am Besten kann, denn somit kann ich auch mein Besten geben
  • ich sehe in allem das Positive

3. Spielfigur

Der Spieler kann sich nicht aussuchen, welche Spielfigur er am Anfang des Spiels erhält. Ebenfalls nicht, in welcher Spielumgebung er spielt und welche Mitspieler ihn umgeben. Im Wesen des Spielers sind zwar schon einige Grundinformationen, betreffend das Spielziel, die Spieleinstellung und andere Feinheiten, vorhanden, jedoch sind diese nicht vorherrschend und können im Laufe des Spiels verändert werden. Ebenso kann der Spieler das Erscheinungsbild seiner Spielfigur verändern. Dies schafft er durch unterschiedliche Aktionskarten, in erster Linie jedoch durch seine innere Einstellung. In dem Spiel kann es durchaus vorkommen, dass die Spielfigur aufgrund ihres Aussehens in bestimmten Spielsituationen bevorzugt oder benachteiligt wird. Hierzu ein kleiner Tipp: Der Spielgrundsatz „ich bin (gut) genug“ hilft dem Spieler dabei in solchen Spielsituationen keine Punkte zu verlieren.

4. Mitspieler

Mitspieler sind dazu da um dem Spieler zu helfen, und sind in ihren eigenen Lebensspielen die Hauptspieler. Mitspieler geben Ratschläge, unterstützen, lehren, tauschen Gefühle aus, und begleiten den Spieler. Dabei gibt es für jeden Spieler wichtige und weniger wichtige Mitspieler. Diese darf, und muss der Spieler jedoch selbst auswählen. Als Spielgrundlage steht jedoch die persönliche Familie dem Spieler zur Seite. Im Laufe des Spiels kommt es sehr häufig dazu, dass Mitspieler in das Spiel treten, welche plötzlich eine sehr große Spielrolle einnehmen. Dies geschieht, wenn durch eine besonders hohe Punktzahl das Gefühl der leidenschaftlichen Liebe ins Spiel kommt.

5. Spielpunkte

Spielpunkte erhält oder verliert der Spieler, wenn er im Sinne seiner Grundsätze handelt, oder eben nicht. Ebenfalls, wenn er ein neues Level erreicht, und Aktionskarten erfolgreich ausgespielt hat. Spielpunkte existieren in Form von Gefühlen der Spielfigur. Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Punkten. Wertvolle Punkte sind Liebe, Glück, Erfüllung und Dankbarkeit. Besitzt man eine negative Anzahl an Spielpunkten, fühlt die Figur Angst, Mutlosigkeit, oder Unzufriedenheit.

6. Spielzug

Jeder Tag ist ein neuer Spielzug der Spielfigur. An jedem Tag kann sich die Figur neu entscheiden, in welche Richtung sie sich bewegt, welche Aktionskarten sie ausspielt, mit welchen Spielfiguren sie zusammenspielt, oder welche Spielhilfen sie annimmt. Je nach Entscheidung verliert die Figur Punkte, oder gewinnt sie.

7. Spielabschnitte

Mehrer Spielzüge können in einzelne Spielabschnitte zusammengefasst werden. Die Spielabschnitte werden dabei von der Gesellschaft festgelegt, können jedoch von der Spielfigur beliebig geändert werden. Die aktuellen Spielabschnitten heißen:

  • Baby- und Kleinkindalter
  • Kindergartenzeit
  • Schulzeit
  • Studium
  • Arbeitszeit
  • Rentenzeit

8. Spiellevel

Wenn die Spielfigur etwas, für ihren Spielverlauf wichtiges und entscheidendes gelernt und verinnerlicht hat, erreicht sie ein nächstes Level. Am Anfang des Spiels befindet sich jeder Spieler im ersten Level, die mögliche Levelanzahl ist für jeden Spieler individuell. Beim Erreichen eines nächsten Levels erhält der Spieler 5 Punkte. Spieler aus höheren Levels haben die Aufgabe Spielern aus niedrigeren Levels zu unterstützen und zu helfen ebenfalls ein höheres Level zu erreichen.

9. Aktionskarten

In jedem Zug kann der Spieler sich entscheiden eine neue Aktionskarte auszuspielen, oder die Aktionskarte des vorherigen Zuges weiterzuspielen. Die Aktionskarte darf der Spieler selbst entwerfen. Dabei ist es auch egal, welches Ausmaß oder Größe die Aktion annimmt, dies beeinflusst lediglich die Punktzahl, welche nach dem Fertigstellen der Aktionskarte an den Spieler ausgespielt wird. Die Aktionskarten sollen dazu dienen, in neue Level aufzusteigen, Punkte zu erzielen und schlussendlich das Spielziel zu erreichen. Mögliche Aktionskarten können sein:

  • ich schreibe ein Buch
  • ich gründe eine Firma
  • ich heirate meine große Liebe
  • ich bekomme ein Kind
  • ich ernähre mich gesund
  • ich ziehe um
  • ich lerne ein Musikinstrument
  • ich räume auf
  • ich mache Sport

10. Gewinner

Gewonnen hat das Spiel, wer am Ende sein Spielziel erreicht hat und die längste Zeit im Spiel eine positive Punktzahl führte. Es gibt jedoch nicht nur einen Gewinner. Es ist sogar erstrebenswert andere Mitspieler dabei zu unterstützen ebenfalls zu gewinnen, da dies wiederum zu Punktaddition führt.

11. Ende des Spiels

Das Spiel ist zu Ende, wenn der Spieler stirbt. Zu welchem Zeitpunkt dies geschehen wird ist nicht bekannt. Diese Tatsache führ dazu, dass jeder Spielzug bewusst geführt werden sollte. Was nach dem Ende des Spiels mit dem Spieler passiert ist ungewiss. Jedoch besteht die Möglichkeit, dass er seine alte Spielfigur verliert und ihm eine neue zugewiesen wird, mit der er ein neues Spiel spielen darf.

 

 

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